Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Einige Bemerkungen über Religionsunterricht
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 379 (sequence 10)
- Language
- German
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scheint mit bähet unerläßlich, jede Neligionsstunde damit zu beginnen. Za cs würde selbst sehr heilsam sein, wenn überhaupt jeder Anfang der Lektionen, möchten sie auch sein/ von welcher Art sie wollten, mit demselben eröffnet würde, denn, von allem Andern abgesehen, hat es gewiß den unverkennbaren Nutzen, dem Gemüth des Kindes sogleich jene feierliche und ernste Stimmung zu geben, die alles Fremde aus seiner Seele entfernt und seine Aufrnerksamkcit allein auf den vorliegenden Gegenstand hinrichtet. Aber Nie müßten diese Gebete nach irgend einer .gegebenen Vorschrift geschehen; sie müßten, warm aus der Seele des Lehrers kommen , denn nur so können sie wieder zur Seele des jungen Hörers sprechen. Ist es möglich, so wechsele bei besonders feierlichen Gelegenheiten, z, B. beim Wiederanfang der Lektionen nach geschloßnen Schulferien, mit dem Gebete ein herzcrhebender Gesang ab, von feierlichen Orgeltönen begleitet. Dabei Ware es nöthig, daß die Schüler selbst so viel Unterricht in der Vokalmusik gehabt hatten , um die gegebene Melodie richtig mitsingen zu können, damit nicht auffallende Mtßtöne die Harmonie und so die ganze Feierlichkeit stör- ■ ten. Darum Ware denn eine Unterrichtsstunde, in dieser so schönen Kunst für alle׳ Schüler ohne Ausnahme auch für die Verbefferung des Gottesdienstes eotr der größten Wichtigkeit. , Doch ich will hier einen Aufsatz abbrechen, der gewiß schonfür viele Leser im höchsten Grade langweilig geworden ist. Möchten diese sich lieber gleich hei der ersten Zeile vom weitern Lesen übschrecken lassen. Ich. habe nicht für sie, sondern nur für die Wenigen geschrieben.