Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Leichenbegängnisse der Israeliten, nebst Beleuchtung eines deshalb von einem Rabbiner abgefaßten Gutachtens
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 325 (sequence 29)
- Language
- German
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m sahen, sprachen sie: ״die Mizrajim (Aegypter) haben hier große Trauer." Die Söhne Jakobs, ihre Familien und Gefolge müssen also doch unstreitig ganz die aegyptischen Landes- Gebräuche bei dem Leichenbegängnisse Jakobs beobachtet haben, da sie von dem Kanani für Aegyptier angesehen und gehalten worden sind. Indessen sei es wie es wolle, die Leiche Jakobs mag gefahren oder getragen worden sein, kann der gesunde Menschenverstand deswegen behaupten: weil in den Ur-Urzeiten in einem Th eile von Ost-Afrika einmal eine Leiche getragen worden, darum sollen jetzt auch tausende Jahre nachher in Europa, in Deutschland, in einer Stadt des Herzogthums B. alle Leichen getragen werden? — — Von den machtig großen Verschiedenheiten des Landes, des Klimas, Der Zeiten und Menschen, schweige ich , wiewohl gewiß jeder denkende Mensch solche in Betrachtung ziehen wird; nur das Einzige stehe hier noch als: zur Sache gehörend angemerkt, daß die Leiche Jakobs, als sie aus Aegypten weggebracht worden, ebenfalls nach den Landessitten schon als Mumie zubereitet war, und dieMutnien, wie bekannt, keiner Verwesung, keiner Faulniß, keinem Lodtengeruche unterworfen sind. Die Israelitischen Lekchen in der, Stadt D... werden aber nicht einbalsqmirt und in Mumien verwandelt, sondern werden wie jede andere ׳Leiche begraben. Ohne meine Beleuchtung wird zwar schon jeder überzeugt sein, daß der hier aufgestellte erste Grund durchaus nichts enthält, woraus das Gebot des Tragens der Leichen hervorgeht, und daß er nur ein mitleidiges Lächeln verdient; aber desto mehr wird jeder empört und von