Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Leichenbegängnisse der Israeliten, nebst Beleuchtung eines deshalb von einem Rabbiner abgefaßten Gutachtens
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 321 (sequence 25)
- Language
- German
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־״־״־"”" Z2I. Aberglauben und gehässige' Lehren aufbürden wollen; Min von einem Rabbi, von einem Religionslehrer solche Irrthümer verbreitet zu sehen, das muß Euch noch schmerz- Hafter und herzkränkender sein.— Doch wer weiß nicht, wie viel ׳Verderben and Unglück von jeher die Ausschweifungen und Verirrungen des menschlichen Geistes angerichtet-, sowohl diese Art Kasuistik als auch die mönchische Scholastik des dunkeln Mittelalters!/-u- ־־ . Für den aufgeklärten rechtlich gesinnten Israeliten bedarf nun zwar dieses sogenannte Gutachten keiner Widerlegung; da aber, viele Israeliten durch dergleichen falsche Auslegungen der heiligen Urkunden auf Irr- und Abwege gerathen, und zugleich zu Widersetzlichkeiten gegen die guten Anordnungen der Regierungen, die Verbesserung ihres bürgerlichen Standes betreffend, verleitet werden könnten: so glaube ich, daß Stillschweigen hier ein Verbrechen sein würde, und theise daher, trotz des Hasses, der Wuth, Rache und Bannstrahlen, womit falsche Schristgelehrte gewöhnlich jeden verfolgen, der ihren sophistischen Behauptungen nicht beistimmt, eine kurze Beleuchtung dieses Uebelachtens hier mit. Es hat wohl der Herr Rabbiner.nicht daran ge-: dacht, .haß er selbst, gleich im Eingänge seines.Gutachtens sich eine Blöße gegeben hat,: die kein Vertrauen erweckt. Es war ja bloß die die Hauptsache betreffende Frage an ihn gerichtet : ״Ob eine jüdische Leiche nach der Begrabnißstättc gefahren werden möge, oder ob sie durchaus dahin getragen werden müsse?" das heißt: Ob ein Gesetz der Religion vorhanden sei, welches das F a h-: V. Iahrg. 2. Band. 2z