Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der neuerrichtete Israelitische Tempel in Hamburg
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 273 (sequence 17)
- Language
- German
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- 273 brauchen und zu dem Gottesdienste der Väter gehören. Die meisten unserer heiligen Propheten Haren durch kraftvolle Reden gesucht das Volk unserm Gotte treu zu er- Hallen; auch nach ihrer Zeit hat cs in keinem Zeitalter an guten Rednern in Israel gefehlt, und daran darf es auch Euch jetzt nicht fehlen. Nur muß es der Vorsteher erste Sorge sein, daß -fich-in-solche Reden nicht das Gift der Unduldsamkeit und des Bruderhasses menge, weil Reden von diesem Schlage unsere Religion nur herabwürdigcn, aber nie ehren können. - - La, es ist die heiligste Pflicht der Vorsteher, durch eine öffentliche Bekanntmachung jedem Winkelredner bei Verlust seiner Stelle zu warnen, sich keine Witzeleien oder Lasierungen gegen heilige Dinge, oder Anreizungen zum Unfrieden in der Gemeinde zu erlauben. Der wahre Mann Gottes muß, statt den neuen Tempel und ׳die Andacht daselbst bei dem gemeinen Manne Hcrabzüwurdigcn, vielmehr die dort herrschende ׳Andacht, seiner Gemeinde recht oft und recht lebhaft zum Muster ausstellen, auf daß jeder von uns Gött in Wahrheit anruse, und wahrhaft frommer Sinn, Bruverliebe und Einigkeit in der frommen Gemeinde Gottes erhalten und befördert werden. ־ . Ich wende mich nun zu Euch, Ihr ehrwürdigen ^Volkslehrer im neuen Tempel, die Lhr im Namen des Gottes Israels die große Pflicht über Euch nähmet, unl s ,fern Brüdern und unfern Schwestern, welche sich wieder nach dem Allvater sehnen, die heilige Bahn zu zeigen,