Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Ein von Moses Medelssohn an den Pastor Hesse im Jahre 1770 erlassenes Schreiben
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 241 (sequence 3)
- Language
- German
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241 ־ giuafiujcve Beiten;u bescheiden. Und in diesen, glück!!'- cheren Zeiten selbst, was dünkt Ihnen von derjenigen Religion, die in Europa die mächtigste und ausgebreiteste ist? Was würde das Reich der Wahrheit wohl gcwinnen, wann, es den Missionaren (von einer Seite Jesuitcn, und von der anderen Seite Herrnhuter) gelange,' alle Heiden dazu zu machen, was. sie selbst sind? Nein, diese Art aus den unerforschlichen Wegen der Vorsehung auf ihre Absicht zu schließen, kann ich nicht zulassen. Das Sonderbarste ist, daß man christlicher Seite olles Mögliche thut, diese Argumentation nicht verloren gehen zu lassen. Man hält uns sorgfältig unter dem Drucke, um uns desto siegreicher widerlegen zu können, hlud was ich von den Grönländern gesaget. Eben weil ich Egcden.und Cranz gelesen, hat mir dieses Volk in mancher Betrachtung beneidensw'erth geschienen. Ihr NeUgionszustand ist erbärmlich, das läugne ich nicht. Da uns aber die Geschichte so manches Volk zu merken giebt, das bei bessern Rcligionsbcgriffen in der äußersten moralischen Verderbniß gelebt hat, so sind meines Erachtens jene einfältigen Beobachter der Naturgesetze in Vergleichung mit diesen einsichtsvollen Sündern allerdings bencidenswerth. Von der andern Seite scheint mir weder Egeden noch Cranz Philosoph genug zu sein, die Rcligionsbegriffe dieser Einsaltigen zu erforschen und zu entwickeln. Egcden z. 25° fand dasjenige sehr ungereimt, was ihm der Grönländer geantwortet hatte. Ich würde aber den Bischof fragen, ist nicht das Werk der Erlösung nach Ihren Begriffen eben so wichtig, als das