Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der fromme Asaria
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 225 (sequence 6)
- Language
- German
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ausgcschlagen und unbarmherzig den besammernswerthen Unglücklichen zur Zielscheibe ihrer vergifteten Pfeile ge» wählt, da ist sie gegenwärtig nutzem heilenden wohl-׳ thucndcn Balsam ihres Trostes,, um ihn zu gießen irr das wunde Herz. Wo schmähsüchtige Tücke und verläumderischc Ränksucht ihre Zunge wetzet, wie zwcischneidiges Schwert, um anzuzünden die Fackel der Zwietracht, - allda suchet sie die Flamme zu löschen, und besänftigen die aufgebrachten Gemüthcr. Daher hat ihre Fürsprache unscrm Wolke mehr gefruchtet, als die weinige, denn daß ihr cs wisset, Menschenliebe ist der Grundstein deS göttlichen Gesetzes. Gierig hatten die Männer seiner Reden gelauscht, und als sie aus ihnen seine dürftigen Umstande gewahrtcn, da zogen sic hervor einen Beutel voll Goldes, und sie wollten ihn darrcichcn dem Frommen; aber da zeigten sich Spuren des Unwillens auf seinem sanften Angesichte, dem Spiegel seiner noch sanstcrn Seele- -und er sprach: Freunde suchet mich nicht in den Stand des UebcrflusscS zu versetzen, überlasset mich meiner Lrmuth; o daß diese traute Gefährtin meines Lebens, diese meine Barke auf dem Bache meiner indischen Laufbahn mich nicht verlasse, auf daß meine Seele nicht bcthört werde, und ich nicht in die Fallstricke mich verwirre, die Reichthum tückisch ausbreitct, und du, o goldene Genügsamkeit, bewahre mich vor Habsucht, damit ich nicht gelüste nach eingebildeten Gütern, nnd nicht verlange eiteln Glanz.. Hierauf kehrten die Männer fteudigen Herzens heim; und überall scholl ihnen Jubel entgegen, und Fröhlich-