Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Geduld
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 219 (sequence 3)
- Language
- German
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Du erscheinest mildeste der Feen, Trost und Ruhe wollen mit dir nahn; Aus des Glaubens ewigen Trophäen, Gründest׳ du der Himmelsboten Bahn.- Manches Freundliche!st uns gegeben, Dlüthcn flechtend in der 'Stunden Kranz; Aber du stehst höher als das Leben, SansteS Dulden mit dem Silber-Glanz; Denn den Riesen-Schmerz kannst du besiegen, Und vernichten alle Macht der Zeit. In den heitern demuthsvollen Zügen, Wohnt der stille Muth der Ewigkeit. Wo du wandelst liegt der Himmel offen. Und der Zukunft Glück wird freundlich klar; Denn in deinem zweifellosen Hoffen, , Glänzt des Glaubens herrlichster Altar. Alle Herzen rühret deine Milde, Deine Nahe ist der Tugend Port; Alles Schöne blüht in deinem Bilde, Alles Gute tönt in deinem Wort. Uncrmüdet möcht der Sänger ringen, Daß er dich in deiner Glorie nennt; -Würdig kann er nimmer dich besingen. Aber fühl cs, daß er dich erkennt. Bleib'uns langer, eine Himmelsgabe, Der des cw'gen Trostes Born entquillt; Bis die frische Palme über'm Grabe, Einst des Herzens Sohnsuchtstraum erfüllt. S chnabel.. " ' 16*