Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Marburg [Nachricht]
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 211 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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2U chenHerzen, und.,nicht mehr begleiten Seufzer undTyräncn, durch Menschcndruck und Verfolgung ausgcprcßt, die Dankgcbcte im Hause des Ewigen. Worüber sind die Tage des Drangsals, und bessere frohere Zeit ward uns bcschicdcn; denn erloschen ist ja auch die wilde Flamme des Krieges, die jüngst noch verhccrcnd um uns loderte. Dir Geißel der Habsucht lastet nicht mehr auf uns, denn Deutschland ist frei vom fremden Joch, und ruhig wandeln seine Völker unter dem wilden Schatten der Friedcnspalme. Ja vorüber sind die . Tage des Elends und einer bessern froheren Zukunft sehen wir entgegen. Die Gnade des Herrn waltet sichtbar über uns, drum laßt uns ihm danken dasür im fröhlichen Gesang. ״Rührt dem Ewigen Saitcnspicl, denn er hat große Dinge gethan, das ist auf der ganzen Erde kund." (Jesaias 12. v. 5.) So berechtigt uns denn das gegenwärtige Fest der Synagogenwcihe zu der frohen Hoffnung, daß auch fernerhin der Geist der Friedfertigkeit, der Duldung und der Liebe fortleben werde in den Herzen der Menschcn, und daß nie, nie sie wieder trennen möge, daS zweischneidige Schwert der Rache und der Verfolgung; sie berechtigt uns. zu ,der frohen Hoffnung, daß fort bestehen werden die milden und menschenfreundlichen Gesinnungen der Fürsten, welche mit ächter Daterliebe auch die Nachkommen Abrahams, als ihre Kinder anerkennen, und ihnen gleiche Rechte und gleichen Schutz verliehen haben mit den übrigen Bewohnrm ihrer *15 *