Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Sendschreiben der Direktion des neuen Tempel-Vereins in Hamburg, an die Mitglieder desselben
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 7)
- Language
- German
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wahrhaft frommen Brüder, die da noch fürchten, daß m:r ci'rlcö Spiel wir treiben, werden bald überzeugt, daß wir so wie sic nur für das Göttliche und Wahre eifern, uns segnend ihre Hände reichen. Bis dahin bleibe uns ihre Ueberzeugung, wie jede andere achte dieser Art, wenn sie gleich der unftigen nicht vollkommen zusagt, ehrwürdig. Den Verblendeten und falschen Eiferern würden wir es vergeblich wiederholen, daß der Tempetverein durchaus nichts wesentlich Neues bezwecke, sondern nur das ehrwürdige Alte in seinem Glanze und in seiner Krart so herzustcllen und zu erhalten suche, wie es der bessere Geist der Zeit fordert: damit nicht ferner Gleichgültigkeit und Klciirmuth das schönste Gebäude.der Vorzeit ganz Zertrümmern lassen. Nicht Mangel an Achtung für die Ueberzeugung Anderer, sondern nur die Wahrheit und Reinheit unserer?lbsichtcn legt uns daher die unerläßliche Verpflichtung auf, jede Halbheit für immer aus unserer Wirte zu verbannen. Sie ist cs,׳ welche in den letzten Iahrzehndcn, unter dem falschen Scheine einer sogenanntcn verzeihlichen Inconseguenz, in unserm deutschen Vaterlande, den religiösen und sittlichen Verfall unter der Isracliten Mehrzahl hcrbcisührtc; sie ist es, welche die hei- Ligsicn Bande der kindlichen-und Bruder-Liebe muth- . willig -auflockerte und zerriß; sie ist es, welche allen höhern Werken verderblich sein muß und besonders dem unftigen unnennbaren Nachtheil bringen, und alle die schönen 'Hoffnungen seines Gedeihens sicher untergraben würde. Diese Ausgeburt der frühem, allen religiösen Sinn und mir ihm jedes Streben nach höherer Geistesbildung ver-