Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Prophet Jeremias, Josephus Flavius und Rabbi Isaak Abarbanel
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 12)
- Language
- German
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beugen ehrfurchtssöll die Knie rer den Weisen eines Volks, welches jetzt ohne eigen: politische Macht und Wüidc zerstreut lebt unter fremden Geschlechtern. Aber aus dem Schooße dieser neuen Lehre sehen wir plötzlich ein neues Weltreich sich erheben, welches von Lag zn Tag in drohender Gestalt sich aufthürmt, und an Furchtbarkeit keinem der frühem Weltreiche nachzustchen scheint. Es schreckt von. Rom aus mir seinen Blitzen die Mach- Ligen der Erde, thcilt Monarchien mit seinem Worte, und treibt mit Kronen sein Spiel. Wüthender noch als jene chaldaischcn Horden in alter Zeit/wüthender-als des al» tcn Noms blutdürstige Legionen, stürzen jetzt im fanatischeu Bunde Europas eraltirte Völker hin an die östlichen User des Mittelmeers, über das einsame Land, das nunmehr nicht seine rechtmäßigen Besitzer in sich faßt. Feuer und Schwcrdt wüthcn jetzt furchtbar im Lande Israels, während zu gleicher Zeit denen Söhne, wehrlos bluten ׳ unter fremden Himmelsstrichen. Das Land wird endlich wieder beruhigt; aber lange noch leiden dessen Söhne im Lccidcnte, wo Verbannung, Plünderung und Scheiter-- Hausen diejenigen erwarten, welche die neue Lehre nicht annehmen wollen; bis endlich vom kleinen Sachscnlande her der mächtige Stoß kommt, und dann edler Sinn für Menschlichkeit im Westen nach und nach Widder Herrschcnd wird,—Kanin drei Decennicn vor dem Ausbruche dieser großen Begebenheit, traf die Juden in Spanien das harte Loos der Verbannung, und gegen achtmalhundcrltausend Menschen mußten nun plötzlich ihres Vcrmvgcns beraubt, hin in die wilde Ferne unter tausendfachem Elende ziehen, ohne irgend ein Verbrechen begangen zu?3 *