Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Prophet Jeremias, Josephus Flavius und Rabbi Isaak Abarbanel
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 4)
- Language
- German
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Ifl tcm reißenden Strome der siegreichen babylonischen Herrschast zu widerstreben, und daß cS daher weit bcffcr sei das gcsunrne Vaterland für jetzt im tributären Zustande ' zu jenem Reiche zu erhalten, bis cinst im Wechsel der Zeiten auch dieser mächtige Koloß m'cdcrstürzcn, und die Nation dann wieder ihre vorige Unabhängigkeit behaupten ׳ könne. Er wendet nunmehr seinen heiligen Berus als Prophet dazu an, das bethörte Gcmüth der Großen sowohl als des -Volks aufzuklaren. Das ganze Feuer seines großen Genies, die ganze Hestigkcit seines festen stürmischen Eharakters bietet er auf, um dieselben vom eitlen Wahne zurück zu führen. Weder Drohungen, noch Beschimpfungen, noch Fesseln und Kerker, sind vermögend, das von der brennendsten Liebe für sein Volk durchglühte Herz Zu erschüttern — doch Alles vergebens. Die vorhergcsagte Drohung de? Propheten trifft ein, die heilige Stadt wird vom wüden Eroberer mit Sturm genommen, ihre Pallöste und Heiligthümer cingeaschert, der König wird verstümmclt, die Prinzen und Großen des Reichs niedergemetzelt; nur den Propheten läßt, der mächtige Völker- Lczwinger, aus Achtung für seinen heiligen Beruf, viel-/!eicht auch für seine gehabten Grundsätze,, durch seinenersten Staatsbeamten seiner bcsondern Protektion versichern, und verheißt ihm die Erfüllung aller seiner Wünsche *). Der gefangene Prophet wird nunmehr durch, die Hände des siegreichen Feindes von dem Gefängnisse befreit, wohin ihn seine eigene Nation׳ versetzt hat. Aber!außer dem erhaltenen, Geschenkeder Freiheih,, wird ihm *) Man scht,ZLrM.i C. ״?zy״«nd ׳ 2 - ^40׳!