Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neueste Literatur [Rezension]
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2304627-2304637-2304639-2308401--05411-2308702- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
126 Seite 151 heißt es, nachdem der Verfasser über dis, jetzige bessere Bildung der Israeliten und über deren Industrie spricht, wie folgt : ״Und welchen hohen Dank muß ihnen endlich nicht der große Geschäfts- und Handelsmann, der Banquier rc. rc. im Stillen wenigstens darbringen für, die so schöne, als vortheilhafte Erfindung der Wechsel! — Doch wo sollte ich enden, um ,alles zu erschöpfen, was man noch Gutes von ihnen sagen könnte! Noth und Mangel, diese so oft dem armen Sterblichen behelligende Quälgeister, haben ihrer Erfindungsgabe gewiß einen mächtigen Vorschub geleistet, indem sie sie antrie- Len und nöthigten, auf erlaubte, theiks nützliche, theils bloß angenehme, Mittel zu denken, ihre Existenz unter Molkern zu erhalten und zu sichern, die ihnen nicht imwer sehr hold waren. So führt denn auch das Böse sein Gutes herbei, so daß wir mit dem Doktor Pangloß nun doch wohl zugeben sollten: Alles ist gut- Alles geht und gedeihet zum Besten! — Wollte Gott! — Und diese guten Söhne Gottes, diese lieben Brüder wollten wir noch ferner sich über uns, mit Recht beklagen lassen? — wollten ihnen noch länger nicht an unfern Freiheiten, nn unfern weisen und gerechten Gesetzen Antheil zu nehmen, gestatten? — wollten ihnen Bürgerrechte nicht nur, sondern sogar Menschenrechte versagen?— Sie, die so friedlich, ruhig und stille unter uns leben, und ihre Bürden tragen in Geduld — sie, die keine Seele weder kränken noch beleidigen, gern verzeihen — kein Unrecht erwiedern; — sie endlich, die