Mannheim
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Sulamith · 1817-01-01 · Heft 2 · p. Seite 98

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
5 (1817-1820)
Issue
Heft 2
Article
Neue Erziehungs- und Lehranstalt für die Israelitische Jugend in Mannheim
Date
1817-01-01
Page
Seite 98 (sequence 3)
Language
German
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-ausgesprochenen Willen einzelner deutscher Bundesfürstm sowohl, als der gesammten hohen Bundesversammlung sondern, der ganze Schatz feiner wissenschaftlichen und ’ " Bildungskenntnisse sich auf ein einziges Buch beschrankt? Ehre sei daher denjenigen Städten, die den Grundsatz ' der. großen Wahrheit aufgegriffen haben , daß der ganze künftige Mensch nur aus. der ihm gewordenen Erziehunghervorgehe ,, und daß der Jude durch die schon so lange gestandene fehlerhafte Art seiner Bildung das nicht werden könne, was er sein muß, unvdie gegen ihn obwaltende Meinung zu verwischen; daß folglich Lehr- und Erziehungsanstalten für ihn errichtet werden müssen, um die jetzt aufwachsende Generation das werden zw sehen, was man dermalen ihr noch streitig macht. Hat man in Berlin, Copenhagen, Cassel, Frankfurt und jetzt in Mannheim die Israelitische Jugend geneigt und geeignet zu einem anderen, verständigeren und zweckmäßigeren Unterricht gefunden, und ihnen gern die Hand gereicht, .und. zeigen, sich in diesen Städten sa auffallend die Früchte dieser Hülfe zu ihrer Bildung, warum sollte dieß nicht allerwärts der Fall sein können? Der . Boden für diese Bildung ist überall gleich ergiebig, der Mensch überall, für das Schöne und Gute gleich empfänglich; t warum sollten daher aus solchen Erziehungsanstalten n.icht gleich vortreffliche, an Kenntnissen,.- Moralund gesellschaftlichen Grundsätzen gleich schätzbare Menschen zu erwarten sein?. Ihrer alten, von Geschlecht zu Geschlecht übergehenden K zeitherigen Einförmigkeit in - allen Begriffen ihres Lebens, und der bis jetzt unaus- Löschbar gewesenen Eigenthümlichkeit ihres Denkens und Handelns kann nur dann abgeholfen werden,, wenn für das Bäumchen gesorgt wird, daß es als. Baum die Früchte trage. .Wähle man Männer aus. der Mitte ihrer Nation; Sie haben deren, und zwar viele, welche die erforderlichen Kenntnisse und Eigenschaften besitzen,. um mit vorurtheilfteiem Willen und. Thätigkeitden bürgei-llchen und religiösen Zustand ihrer: Zöglinge zu verbessern, und sorge man durch eigene Mühe und Aufsicht, und sicher wird unter ihnen eine bessere Generation 1)rranwachsett^ als diezeirherrge nicht gewesen ist."-

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