Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bilder und Gleichnisse
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 85 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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85 wenig, um nah zu stehen den Göttern, wie der Weise von'Sinope. So wie der Beobachter, der sich nicht begnügt mit dem Anschauen der bloßen Oberfläche, gar freudig erstaunt über die Feinheit, Ordnung und Regelmäßigkeit, die in allen Eheilen des so einfachen Gewächses herrschet; also ermüdet nicht, das Auge des Forschers das Göttliche zu bewundern, das da wohnet in der die Menschen beglükkenden Weisheit. So wie das Moos zarten Pflanzen und Blumen zum Schutze dienet gegen die strenge Kälte des -Winters; also ist auch die Weisheit Schutz und Schirm dem Knaben und Jüngling, dem Mann und dem Greis, die da hören auf ihren göttlichen Ruf. Und so wie manche Pflanze der tödtenden Kalte nicht widerstehen würde, wenn die Moose im Winter nicht deckten den Boden: also würde schon manches Geschlecht untergegangen sein in den kalten Zeiten der Selbstsucht, ivenn es nicht geschützt und erwärmt worden wäre von der himmlischen Weisheit. G. Salomon.