Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neue Schul- und Synagogen-Einrichtung in Hamburg
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 4)
- Language
- German
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" . 45 aufgefordert fühlen, Menschenwohl zu gründen und zu verbreiten. Arme, unverschuldet leidende Jugend! mit denselben göttlichen Kräften ausgerüstet, mit denselben Ansprüchen auf Menschenwerth und Menschenglück, wie andere Kinder des Staubes, und dennoch in der Wiege schon verdammt, diese nicht geltend׳ «rachen zu dürfen und jene nicht entwickeln zu können! Welch ein׳, heiliger Aufruf sürchie Glieder einer menschlichen Gesellschaftdenen.heiterer ihr Loos gefallen, .wohlzuthun, dasjenige zu verbessern , was zufällige Umstände der Geburt mangelhaft gestaltet, da zu ergränzen , wo die Gottheit nach ihrem unbegreiflichen Nathschluß versagte, um absichtlich vielleicht die -pflegende Liebe des Menschen zur Stellvertreterin ihrer Alles ernährenden , Alles erhaltenden Gnade und Barmherzigkeit zu machen. Und dieses Wohlthun ist kein vorübergehendes, das bloß auf Augenblicke die Seele von drückender Sorge, von lastendem Kummer befreit; — diese Verbesserung des Mangels ist nicht die oberflächliche eines zeitlichen, körperlichen / dessen innere Unvollkommenheit einen Rückfall in den alten, fehlerhaften Zustandaufs Neue fürchten läßt;— diese pflegende Liebe ist keine gewöhnliche, keine getheilte, deren Wirkungen und Erfolge ungewiß bleiben: o nein! es ist der Unterricht , die Erziehung und Ausbildung, die der armen Zugend in eigenvs ihr, gewidmeten Anstalten zu Eheil werden, ein Wohlthun ungewöhnlicher Art, eine Hülfe, die das Uebel aus seiner tiefsten Wurzel hebt, eine Liebe, die der Menschheit höchsten Segen in ihrem Schooße trägt. — Und wie doppelt süß, wie zwiefach lohnend ist der Gedanke: nicht bloß das L ü r ft i g e Leben einem