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Sulamith · 1817-01-01 · Heft 2 · p. Seite 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
5 (1817-1820)
Issue
Heft 2
Article
Die Bildnisse
Date
1817-01-01
Page
Seite 24 (sequence 2)
Language
German
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-Weh mir! Mich fasset ein entsetzlich Grauen, Wohin sich meine stieh'nden Schritte nah'n, Glaub' ich ein dräuend Todtenbild zu schauen, Hält mich ein langst Verblich'ner zürnend an! — Ehrwürd'ge Schatten! Hab' ich was verbrochen — Hier lieg' ich reuevoll vor euch im Staub! — Es werde schonungslos an mir gerochen, Nur laßt der I n g st, der Furcht mich nicht zum- ' , V :. Raub! Wallt über mir des Hauses Last zusammen, Stürzt mich hinunter in der Tiefe!Schacht, - Lhürmt um mich, her des Kraters, sprüh'nde Flammen, Nur reißt-mich los von der Verzweiflung ׳Macht! — Horch! Was ist dieß? Verklärt? Tone wehen Zn's trunk'ne Ohr, wie Aeolsharfen, mir! ״Ermanne dich, o Jüngling! Kein Vergehen, Kein schmählich Laster strafen wir an dir! Dich mahnen wollen wir durch ernste Winke, Nicht zu versäumen deine Blüthenzeit, Daß nicht dein Körper einst in's Grab hinsinke, Eh' du des Guten Samen ausgestreut! So wirke denn, wie. wir durch Wort und Khaten Einst wirkten! Hehre Freude harrt dann dein! Doch weh, wenn du verachtest, was wir rathen, Dein Schmerz wird ewig, wie die Freude, sein!" —

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