Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Worte eines Veteranen im Lehramte, an seine jüngern Amtsbrüder
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 17)
- Language
- German
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keine Entbehrung scheueten, keine Mühe sparten und keine ihrer Kräfte schonten, dafür mit Undank belohnt wurden. Sie wurden in der Ausführung ihres edlen Borsatzes gehemmt, von Niederträchtigen gekränkt,/von Schadenfrvhen verhöhnt, und von Boshaften getadelt, geschimpft, geächtet u. s. w. ״Willst du einen bessern Lohn erwarten, als er diefen erhabensten Freunden der Menschheit ward? Kann eine größere Würde, selbst wenn mit Kronen sie ver- Kunden wäre, dir zu Theil werden, als an die Reihe dieser Edlen, dieser Beglücker des Menschengeschlechts, dieser Diener der Gottheit zur Beförderung der allgemeinen Glückseligkeit, obgleich nur als einer der Geringsten unter den Geringsten derselben, obgleich nur als Handlanger bei dem großen Bau des Tempels der Tugend und der Wahrheit, dich anschließen zu können?" —- ״Schreite muthig auf deiner betretenen,'obgleich mit Dornen allenthalben befireueten Bahn, fort. Laß dich durch das Geschrei des Pöbels aus allen Ständen nicht irre, auch durch die dir im Wege liegenden Hindernisse weder müde noch muthlos machen. Es wird bestehen dein Schaffen und Wirken, denn es ist von Gott. Suche deinen Lohn nicht im eiteln vergänglichen Lobe; nicht in vorübergehender Ehre; nicht in vorbeirauschendem Trugglücke. Suche deinen Lohn nur da, wo diese Edlen alle ihn gesucht und — gefunden haben. Zn dem Bewußtsein nämlich, nur das Gute zu wollen und alles zu thun, was zu dessen Förderung in deinen Kräften stehet; im Bewußtsein, daß der erhabene Weltenrichter mehr auf die Absicht, als auf die so oft in des Menschen Macht