Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Worte eines Veteranen im Lehramte, an seine jüngern Amtsbrüder
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 8)
- Language
- German
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dem WerhälLrnsse der Zeiten und Umstände, in diesem hohen Geiste. Zn ihre Fußtapfen, aber mit erweiterten Einsichten. und Erfahrungen, traten in den neuem Impuls geschehen, und laßt sich keineswegs erlernen» In diesen Schulen wurden vielmehr Jünglinge aus dem Priestergeschlechte, aus /welchem gemeiniglich die Richter gewählt wurden, (5. 33. M. 33. 10. 2. CH. 19, 8.) im Gesetze, in den' PflickLen des Priesters und in der Dichtkunst ' und Musik unterrichtet. Doch schloß dieses Institut Jünglinge aus andern Stammen,gebürtig, von der Aufnahme nicht aus. Aus der Mitte dieser Schü- Ler wählte Gott die Frömmsten, Edelsten und Geschicktesten' äus, um sich -ihrer als Werkzeuge zur Erzielung seiner Absichten 'mit dem jüdischen Wolke zu bedienen. Diese von Gott Auserwählten, wurden oft mit der Gabe ausgerüstet, Wunder zu wirken, und Dinge, die in der nahem oder fernem, auch fernsten Zukunft geschehen sollen, mit der präeisesien Bestimmtheit vorauszusagen, und traten zufolge eines göttlichen Antriebes (Jeremias 20. 9. Amos 3, 80 fo ausgerüstet auf, um das Volk und die Könige ungescheuet zu belehren, zu ermahnen, zu .warnen, und auch bessere Zeiten zu verkündigen, obgleich Gott zu Zeiten auch Männer zum Prophetenamte berief, die' in diesen Schulen nicht unterrichtet waren, als z, B. Amos, der sich mit der Obst- und Rinderzuckst abgab. . David der liebliche und erhabene Sänger, ein Zögling des Instituts'Samuels, pflegte diese Pflanzschulen, dichtete selbst Lieder von religiöser Tendenz, sammelte., die Gesänge der vorzüglichsten seiner ehemaligen Mitschüler, führte sie hei dem durch ihn verbesserten Gottesdienst ein, wählte die Virtuosen aus diesen Männern, und stellte sie als Dichter, Kapellmeister und Musiker bei dem Gottesdienste an. Salomon der Weise und Genießende hat sicher die von seinem Vater angefangene geistige Kultur bei seinem Volke nicht vernachläßigt, und diese ästhetischen Pflanzörter nicht vergessen, . indem er eine prächtige Haus- und Tempel-, kapelle und gewiß auch so wie sein Vater, Hofpoeten