Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- An den Britten Wilberforce
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 356 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Dort, wo ewiges Licht über die Berge strömt, Jedes Wesen sich wiegt fröhlich im Sonnenglanz, Steht umnachtet der Mensch nur, : Frech vcrläugnend den Göttersohn. Wilberforce! Du sahst, fühltest das düstre Loos Unserer Brüder , da hob sich dir höher Kraft, Großes, Edles zu wirken, , Götterkraft in der Menschenbrust; ' Sprachest, wie's Britten geziemt, sonder Verblümungskunst, Sprachest zu Britten ein Wort, herrlich und meisterhaft Und die Freien vernahmen's, Flammend drang es und tief ins Herz. Was Jahrtausende lang Schandmaal der Erde war, t Was den Weißen verhaßt, gleich der Hyäne, macht, Sklavenhandel, vernichtet Ist das schreckliche Ungethüm. Ach! wer einmal gesuhlt fesselnden Sklavendruck, Der nur fühlet die Lust, wiederum frei zu seyn; Gleich den Stimmen der Engel Tönet melodisck) Erlösungsruf. Greise, die nach der Ruh stillerer Grüfte sich ־ Sehnten, nnd nach der Schmach fröhlichem Endestag Seegnen sterbend den Enkel Mit des Rettenden Namen noch. Was Las Casas gewünscht, was er im Herzen trug- Was er flehte zu Gott, heilig und andachtsvoll, ' Was er nimmer erreicht hat — Sieh! erfüllt ist' des Edlen Wunsch.