Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 326 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Z2Ü ober gar mir nach dem׳ Leben getrachtet, dennoch Hebend wie ist das. möglich? Schüler- Unter Lieben verstehe ich, auch meine!! ärgsten Feind nicht in der Noth umkommen lassen, sondern ihm helfen, und ihn aus dem Elende reißen. Diese Liebe ist wohl möglich, aber freilich nicht gar leicht auszuüben; sie ist aber auch die schönste und einzige Rache, die wir an unfern Feinden nehmen dürfen und sollen. . Das Schlußkapitel spricht von der Liebe zum Vaterlande, einer Pflicht, die dem Israeliten nicht Minder heilig ist als dem Christen; daher er denn auch seine Kräfte, za sein ganzes Leben dem Wohl des Vaterlandes, wenn es erforderlich ist, aufopfern muß; die höchste Persoy im Staate (der Kaiser, König, Herzog, u. s. w.) ist von Gott selbst zum Oberhaupt eingesetzt (74), sie hat die Kraft Gesetze zu ertheilen, welche die Unterthanen treulich befolgen ׳müssen und ist der Staat in Gefahr, so müssen sie denselben unverzagt vertheidigen (75). Auch die Jsraeliten haben diese Verbindlichkeit, upd werden von dem Talmud dazu aufgefordert in den Worten: Das Gesetz, welches der Regent vorschreibt, muß dem Israeliten eben so heilig'sein, als oh es ein Königin Israel ang e0rdnet hätte. (76). ( Le hrer. Sollte diese Lehre von jedem Gesetze gelten? Schüler. Von jedem Gesetze, das die Veobachtung der Gebote, Verbote und Pflichten unserer Religion nicht hindert oder aufhebt. Lehrer. Gieb wohl Acht, daß du dir Nicht widersprichst. Du behauptest, daß wir verbunden wärm, das