Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Ode zum Lobe Gottes, nach einem Donnerwetter
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 287 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Und wandern sanft durch Klee und Rohr; Der Vögel Chor stimmt neue Lieder, Entfaltet haucht die Rose wieder, Und hebt ihr bangend Haupt empor. Wer war's, der so im Sturmwind stürmte? ׳ Unb Wolken , gleich Gebirgen thürinte? Der ihre Last mit starker Hand Um's ganze Firmament gezogen? Wer hat den bunten Regenbogen ' Von Pol zu Pole ausgespannt? Du bist es Gott, mein Fels, mein Retter! Dein Hauch entzündet Donnerwetter, Stillt, und entkerkcrt Sturm und Meer! Du schwingst geflügeltes Verderben, Machst Welten, so wie Gras ersterben, . Und die Natur ganz freudenleer? ' Dein Lächeln schmückt mit Schmelz die Hügel, Bethaut des Zephirs Rosenflügel, Und hüllt in Sammt den Schoost des Lhals. Du winkst nur, und die Welt verschwindet, Wie Dunst, in schwüler Luft entzündet, Wie Funken des׳ geschlagnen Stahls. Der Sterne Chor, und, die Planeten ׳ Sind Spuren, die Dein Fuß getreten, Und Ewigkeit ist/Dein Gewand. — Du gossest Welten ohne Granzen, Diebin azurner Luft kaum glanzen Atomen gleich, aus Deiner Hand. \