Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literärhistorische Postillen
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 282 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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* . י 282 verbieten, dasselbe zu verkünden. Mose sei sein Prophet, sein Priester, sein Leben, und an ihn glaube er. Darauf verklagten ihn die Juden bei dem Oberrichter Averrhoes zu Kordoba, daß er durch seine Gedichte ein vffentliches Aergerniß gebe und die Zugend verführe. Averrhoes ließ Abrahams poetische Werke' bei harter Strafe verbieten , allein Abraham kehrte sich nicht daran, und dichtete nach seiner Weise fort. Als Averrhoss dicß vernahm, beauftragte er einen seiner Leute, sich davon zu überzeugen; dieser wurde aber von Abrahams Gesängen, welche in Jedermanns Munde .wiedertönten, so bezaubert , -haß er nichts thun konnte, als seinem Herrn dieß Geständnis zu hinterbringen, worauf denn AverrhoLs äußerte: wenn dem also ist, was kann eine Hand gegen so viel tausend Zungen ausrichten? —AvsrrhoLs war einst selbst Zeuge davon, wie in der Bücherbude zu Kordova Abrahams Gedichte mit zehn Dukaten bezahlt wurden, während der Koran für einen Dukaten wegging. Abra- Ham starb eines plötzlichen Todes in einer Nacht im Jahr .der Hegira 64Z (126g nach christlicher Zeitrechnung)» Man glaubt, seine Anverwandten, welche sich seiner schämten, haben ihn durch Gift aus dem Wege räumen lassen. S. Hottiiiger in ßibliotliecar. Quadripart. I vsep h A t h ras. Joseph Athias lebte in der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts) und war ein gelehrter Jüdischer Buchdrucker zu Amsterdam. Aus seiner Offizin gingen zwei saubere Ausgaben der hebräischen Bibel hervor, die erste