Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nekrolog
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 2)
- Language
- German
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-**,■"26 ■יי»-*-'•־y Zweck hatte, daß der Betrag des Arzneimittels dem Kranken zu 1/5 angerechnet, der Ueberrest aber dem Arzte kn Rechnung gebracht ward. Dieser Zug allein wird den Charakter des Verblichenen hinlänglich bezeichneu. ES begleiteten seine sterbliche Hülle die angesehensten Mitglieder der hiesigen jüdischen Gemeinde, der er angehörte; eine große Menge derer, die ihn im Leben gekannt hatten, aus allen Ständen und Konfessionen schlossen sich seinem Leichenzuge an. Er war in großher- Möglichen Zeiten, Schul- und Studienrath, und dadurch iss den Stand gesetzt, auf die Erziehungs-Anstalten und Schulen, vorzüglich seiner Glaubensgenossen, wohlthätig zu wirken. Sowohl die Knaben der hiesigen jüdischen Bürger- und Real-Schule, als auch die Zöglinge der Sächsischen Erziehungs - Anstalt folgten mit ihren Lehrerri der Leiche. Es ist eine, traurige und verderbte Sache um den menschlichen Maaßstab menschlicher Größe. Groß und berühmt ist bei den Menschen der, der Böses auf glänzende Weise thut, während nur von einem kleinen Kreise gekannt ist der Edle , der im Verborgenen Gutes wirkt, Unglück mindert, Zchränen trocknen Leidenden hilft. Doch einen Augenblick giebt es im menschlichen Leben, wo der falsche Schimmer trügerischer Größe schwindet, und der Mensch, sich selber unbewußt, Nur deiss wahren Verdienste und der wahren Lugend huldigt. Es ist der Augenblick, wo wir dem Sarge eines Vetstörbenen folgen, und, seiner sterblichen Hülle den letzten —- dem liebenden Menschen zugleich so theuern und so schmerz-