Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Anzeige einer neuen französischen Schrift
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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?8,9 ,wieder nach ihrer Heimath zurückkehren. Der Anblick eines zu Boden gestreckten Volkes, das geduldig den Tod erwartet, . ist nach meiner Meinung der schönste, den die Geschichte darbietet. י Gehen wir nun wieder auf Herrn Bail zurück, der in der löblichen Absicht, den Juden Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, doch nicht gerecht gegen den Eroberer Jerusalems war. ,-Dieser Mus ,mit dem, Beinamen: die Freude des Menschengeschlechts sagt er, behandelte sie mit der höchsten Grausamkeit" Erstens muß ich, einwenden, daß Titus bei der Beka-, gerung von Jerusalem nur der Stellvertreter (Lieutenant) seines Vaters Vespasian war, zweitens weiß ich, daß er, nicht nur die an den Juden verübten Grausamkeiten mißbilligte, sondern sie auch streng bestrafte, Da die Syrer und Araber, die sich in seiner Armee befanden, erfuhren, daß Juden sich heimlich aus dem durch die Hungersnoth verwüsteten Jerusalem entfernt und Goldstücke verschluckt hätten, ,damit sie wicht den raubgierigen Feinden zur Beute würden, schnitten sie grausamerweise allen °Fuden die!sie trafen, den Leib aufum in ihren Eingeweiden das Gold zu suchendas sie aber nicht darin: fanden. Man lese nur im I o s e p h u s, wie groß der Unwille des Titus über diese abscheuliche. Grausamkeit war, die Rede, die er deswegen an seine Soldaten richtete, und zu welcher Strafe er denjenigen verürtheilte, der sich einer solchen Schandthat schuldig machen würde. Bei seinem Einzüge in Jerusalem, dessen heftiger,Widerstand ihn wohl hätte ausbringeN können , befahl er diejenigen Juden zu schonen, die sich wicht-widersetzten und