Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Achiors Erzählung der Geschichte des Israelitischen Volks
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2304627-2304637-2304638-2307688--04904-2308070- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Durch wasserleere Wüsten führt sie Mose, Wo keine Palme dem Erschlafften blüh't. Doch in der schauervollen Einsamkeit /' CDeift der Glaube warmer alle Seelen, Das Herz schließt freudig sich dem Herzen auf; Der Bruderliebe himmlisch'- reine Flamme, Sie glüht im ganzen Volke!nächtig auf. Geöffnet ist der Blumenkelch der Liebe; Doch lebt in Allen kampfbegier'ger Muth. Es macht die Freiheit, wohl den Menschen sanfter,, Doch kämpft er wie ein Löwe für sein Gut. Noch eine Ahräne, dem erblaßten Führer, Benetzt der Krieger Ehatenschwangem Blick. Die Fahnen weh'n, es schmettern die Drometen; Der Kampf beginnt, der Riesen'gleiche Kampf — Die Feinde drängen ein — die Hand erschlafft, Der Glaube mahnt — und Israel wird Sieg. " Es flieht der Feind s die stolzen Burgen fallen, Die Freiheit hat ihr Eden nun erreicht.; Zur Sichel wird.das blutgetränkte Schwerdt, Des Friedens Palmen sprossen lieblich auf. Es deckt der,Oelbaum eine Glückbewohnte Hütte, Und freudig rankt sich zu der Ulme auf Des'Weinbergs fruchtbeladne Rebenschaar. .So blüht das Land der Freiheit und des Rechtes, Und nur dem Ew'gen beugt sich jedes Knie. Auf Einheit ist ihr höchster Glaub' gegründet, Rach Einheit strebt ja ewig die Natur; Eins ist das Wahre, ist das Himmlischschöne, .Nur Einheit ist der Staaten Lebensquell;