Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Disteln
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2304627-2304637-2304638-2307676--04843-2308029- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
14° Die Gründlichkeit geht nur aus eisernem Fleiße hervor, so wie der Demant aus Lagen eisenhaltiger׳ Erde. Der Mensch , berufen, der Gottheit Bild in sich wiedcrzustrahlen, tragt das seinige in die Gottheit über. Gleiche Gesinnungen einigen im Drange des Mißgeschicks die Menschen fester als gleiche Gefühle. Unschuld ist die Blumenwiege der Lugend, Reue ihr Wittwensitz und Phlegma ein selbe. Nonnenkloster für die- Es ist ein vorzüglicher Beweis, daß man im Denken vorgeschritten ist, sobald man anfangt, Skeptiker in seinen frühem Meinungen, und Critiker in seiner Sprache zu werden. Es giebt Herzen , deren Dasein man nur wahrnimmt, wie das Getriebe einer Uhr,duräp׳-das Gcpicke, Bilden ist geistiges Schaffen. Liebe und Freundschaft wachsen in Momenten des Leidens, wie Gewächse bei gewitterhafter Lust, am stärksten. .' Jeder Mensch ist ein heiliger Tempel Lottes , aber auf wie Wenigen ruht die Weihe? Bon keiner.Seite erscheinen die Menschen so. lächerlich, als von der. stolzen. Man ist bei uns gehalten, seine Freundschaft, Zu- Neigung und Ergebenheit an jedem Neujahrstage aufs