Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Disteln
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 139 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Di st e l n. Es ist eine traurige Neigung, die Menschheit nur von der Schattenseite betrachten zu wollen, und jeder guten Handlung ein eigennütziges Motiv unterzuschieben,. Ein solcher Mensch wird nie vom-Enthusiasmus für die heiligen Güter der Menschheit ergriffen, wird nie vom Erhabenen entzückt, vom Edlen gerührt und gleicht den Leuten, die beim Weintunken bittere Mandeln genießen, um nicht vom Rausche ergriffen zu werden. Die Empfindungen sind die Nerven der Seele. , Dem dunkeln Spiegel der Zukunft-leihen Furcht und Hoffnung das Quecksilber Es giebt zwei verschiedene Arten des Witzes, den Gedanken-und den Wortwitz. Der erste ist das freie Erzeügniß guter Köpfe, der zweite, dagegen meistens ein erzwungenes Spielwerk sich kitzelnder Pedanten, Wenn die Weisheit im Schweigen besteht, so ist. der> Grabstein der Stein der Weisesten Wünsche sind die Wellen im Meere der Sehnsucht, die stets wieder neue werfen. Die alten Trauerspieldichter sangen, um einen Bock zur Belohnung zu erhalten; *) die neuern find großmüthiger, sie geben uns noch Böcke darein. __ 10 * *) Davon wird der Name Tragödie, zusammengesetzt von T^.yo<; (U'agos), ein Bock, und (ode), Gesang, hergeleitet-