Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Gleichnisse
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 2)
- Language
- German
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125 Und der erste der Jünger, der sie dem.Feuer perglichen, erklärte sich hierüber folgendergestalt: So wiedaS, Feuer in den Körpern ®atme, erzeugt und gebiert, also auch der Religion heilige Götterfunke: auch sie erwärmt die Herzen der Menschenkinder, daß sie für einander erglühen mögen in reiner, gottgeweiheter Liebe.— So wie das Feuer chen härtesten Körper erweicht, daß er schmilzt und fleußt gleich dem Wasser, so wird selbst das eisige Herz des Sünders vom milden Thau der himmlischen Religion erweicht und sein hartgestähltes Gemüth löset sich auf in Lhranen der inniglichen Reue, ,wird es getroffen, von ihrer Flammengluth. Daher denn auch die sinnige Lehre: ״Ist die Begier auch ein gräßlich Ungethüm --- die Kraft des Glaubens wird sie zähmen: erweichen selbst die härtesten Kiesel"*) So wohlthätig und unentbehrlich in der Natur und Menschenwelt des Feuers Kraft erscheint, also die Machtdes Glaubens. Ohne seine Wirkung würde das Menschengeschlecht auf einer noch sehr niedrigen Stufe stehen, und entbehren würden wir das Herrlich-Große, das den Erderzeugten zu seinem unsterblichen, Gott erhebt. Und so wie keine Kraft in der,Natur sorgfältiger denn Fester bewacht müsse werden und bezähmt, wenn sie nicht Unheil und Verderben soll erzeugen : so müsse auch die Religion gar sorgfältig bewacht und mit wohlbedachter Umsicht gepflegt werden, wenn sie als eine beglückende Führerin erscheinen will auf des Lebens dornenvollen Pfad. U e b e l- (* אם פגע בך וכר אט אבן הוא נמרח (רולימוז,.) (