Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Rede, gehalten am 18. October 1816, in der Andachtsstunde der Israelitischen Bürger- und Realschule zu Frankfurt am Main
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 7)
- Language
- German
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rrs lichte Flammen aufgegangen; der gewaltige, verheerende Brand wüthete schrecklich in Deutschlands Herzen, und auf seinen Trümmern schlug er mit gewaltiger Hand das Gebäude seiner ^Herrschaft auf. ' Bald seufzten Deutschlands Völker Me unter der Fremden hartem Joch. Mit Füßen getreten ward des Deutschen Eigenthümlichfeil,,, .höhnend seine Kinder fortgeschleppt in! ferne' Himmelsstriche, um ihr theures Leben zu verbluten für fremden Ehrgeiz. Da, als 2llle seufzten ׳, da bereuten ׳Alle; vergessen war unter dem Druck die Zwietracht , die sonst die Gemüther getheilt; Alle zürnten, 2tlle kämpften, Alle Nuteten, Alle sahen nur das Eine in den Bewohnern Eines Vaterlandes, ■■;ffcxi, flehten sie, und der Heer erhörte ihr Flehen; hoben die Hände gen Himmel, und - er sprach: ich bin da!" Am heutigen Lage war es, wo die Waagschale des himmlischen Richters sich zur Gnade neigte, und geendet war das Zörngericht über unser Vaterland. Auf Leipzigs Schlachtfeld ward sie gebrochen ׳ die Geißel Gottes; beschämt zogen sich die Feinde zurück aus Deutschlands Mitte; reuig gedachte der Deutsche der vergangenen Zwietracht; enger schlossen sie sich einander an, Alle, welche Deutschlands gesegnete Gefilde bewohnen; von den fernen Ufern der Weichsel, bis zu den Fluren, welche der vaterländische Rhein durchströmt, stand Alles, Mann für Mann, gegen den gerneinschaftlichen Feind, brüderlich umiingen sie sich Alle/ brüderlich kämpften und starben in denselben Reihen Edelmann und Bürger, des Norden und des Süden' Deutsche, des alten und des;neuen Bundes Bekenner. Und nun, da Eintracht herrschte über Deutschlands nun