Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Erscheinung Gottes im Feuer
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 101 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2304627-2304637-2304638-2307658--04775-2307990- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
was es erreichet, und reißt es mit sich in ihren schwindelnden Strudel. So tobt ein Vulkan, so wüthet und raset er im Bauche der Erde, bis er seine Macht gezeigt, und Städte und Länder, mit Baum und Thier und Menschen hinunter gestürzt sind, in seinen offenen Schlund. So fährt der Blitz, zischend wie eine Schlange und brüllend wie die Hyäne hernieder auf ihren Raub; und erreicht ihn sicher, nichts kann ihm entfliehen, und er vernichtet wohl was Jahrhunderte gewesen, und was Jahr- Hunderte gebauet.. Auch im Busen der Menschen, wirkt das Feuer vieles-Verderben, wenn der Mensch sein Herz feiner Wuth dahin giebt, und es vor ihm nicht verwahret; dann ist es ein zerstörendes Gift in ihm, und rastet nicht bis es ihn getödtet. Darum war der Urwelt das Feuer der Gott, und. viele Opfer brachten sie der fürchterlichen Gewalt; und mit der Flamme des Altars wollten sie die Flamme versöhnen. Aber sie erkannten den wahren Geist der Schöpfung noch nicht; ihr kindisch Gemüth empfand nur die: Herrschaft des Mächtigen, aber nicht feine. Liebe und ihr Heil; mit ihrem schwachen Sinn sahen sie nur den Tod in der Natur, aber die ewige Verwandlung in neues Leben, das Erscheinen nach dem Verschwinden , das Gehären nach dem Zerstören ahneten sie nicht: bis jenem, göttlichen Weisen in der. Wüste der Allmächtige in seiner reinsten Gestalt erschien, und ihm klar ward:.״siehe der Dornbusch brennet, und verzehrt sich