Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Seegen des Gastfreundes
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 92 (sequence 2)
- Language
- German
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י',?9 Der scheint ihn plätschernd einzüladeri, Die matten Glieder hier zu baden. — Wie angenehm in solcher Schwüle Ergötzet ihn der Fluten Kühle-! Wie labet ihn die süßte Frucht, , Die er aus dunklem Laub sich sucht! — Drauf lagert er sich in die Schatten Des Baums, auf weichen Rasenmatten; Süß duftet ihm der Blumen Flor; — Da dringt von unsichtbarem Chor Ein flötend Lied zu seinem'Ohr;— Beseeligt lauscht er so und liegt, Wön milden Westen sanft gewiegt. Bis ihm die Sonne niedersinket. Der Abendstern ihm freundlich winket, Zu folgen dem ersehnten Ziel. ' ' Die Brust erfüllt von Dankgefühl Entrafft er sich dem weichen Pfühl, Gestärkt mit Muth und neuem Leben, Zum neuen Weg sich zu erheben. — , Dach ehe er scheidet von dem Orte, Spricht er gerührt noch solche Worte: — ״Für all' den herrlichen Genuß, ״Der hier mir ward im Ueberfluß, ״Wie möchte ich zum Dank so gern ״Um Seegen für Dich fleh'n zum Herrn; ,,Dir aber ist ja schon hienieden ״Des Segens volles Maaß beschieden. ״Dem Lebensbaum in Edens Auen, ״Gleich herrlich bist Du anzuschauen;