Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Juden, und ihre gerechten Ansprüche an die christlichen Staaten
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 10)
- Language
- German
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durch seine unermüdete Thatigkeit und geringem.Bedürfnisse schneller vorwärts kommt, als der Christ,, und dieser mithin Nachtheile von ihm befürchtet. Glück erregt ja immer Neider. Ich sehe nicht ein, wie sonst irgend etwas den Haß gegen die Juden herbei führen könnte, da wir Christen in dem Staatenbunde die Verschiedenheit religiöser Meinungen ehren, und keinen zwingen, uns zu Liebe von seinen Glaubenssatzungen abzuweichen. Auch in dem Aeuß ern des Juden möchte wohl kaum" etwas mit Grund aufgefunden werden können, das unser Herz von . ihm abzöge. Ist dieses vielleicht etwa der Schmutz und hie Unreinlichkeit, die wir hei der armem Judenklasse, besonders bei den Betteljuden flnd.cn, so haben wir ja leider auch unter uns Christen solche bedauernswerthe Geschöpfe, die in der Höchsten Dürftigkeit sich dem mitleidsvollen Herzen im Gewände des sprechendsten Elendes ״darstellen, .und .unsere Hülfe und unser Erbarmen anflehen; wir verachten dessen ungeachtet diese unglücklichen Glaubensgenossen doch nicht. . Was den wohlhabenden gebildeten Jude« unter uns Letrist, so ist er, feiner Religion ausgenommen, vom Christen jetzt kaum mehr in dem Aeußcrn unterschieden. Zwar wollen Phpsiognomen sofort einen Juden an seiner Gesichtsbildung erkennen; allein wenn wir diese Behauptung auch mit gewissen Ausnahmen zugestehen, so erklärt sie sich leicht aus demorientalischen Ursprünge des Juden, und seiner ununterbrochenen Vermählung und Verbindung mit Personen seines Stammes, wodurch sich dieses morgenländische Gepräge immer rein erhielt. V. Jchrg. r. Band. 7