Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Siegelring des Salomo
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Der in der Ferne das Verderben wittert,׳ Und, wie vorm Blutgeruch das Opferthier, Sich, vor der grausenvollen Nahe sträubt. Wie aus der dunkeln Nacht die Sternenbilder, Tritt ihm entgegen eine Feuerschrift; Und in des Zufalls launenhafter Fügung Erkennt er einer sichern Ordnung Spur. — So war mir's bei der lieben Mutter Tod, Der frühen Kindheit schnell verdorrter Blüthe; So ist es nun bei dem Geliebten auch; ' Der Jungfrau Schmuck und stolze-Lebenszier. Nicht schau' ich zwischen seinem frühem Wor Und dem, was unvermuthet nun gesehn, Verständig traurigen Zusammenhang; Doch in dem schaudervollen Sinne fügt's An blutigheller Klarheit sich zusammen — Und weinend geb' ich, als verloren, auf, Was ich noch lächelnd, jetzt besitzen mag. . Vergieb, o Herr, wenn meine Zunge jetzt Ein vorschnell unbehutsam Wort gesprochen." D u bist es, der mir's in den Sinn gelegt; Zum eignen, traurigen Orakel Der Jungfrau still beklommnen Busen weihend. Doch greif ich darum deiner Gnade nicht, Nicht deines Willens hoher Allmacht vor. Und wie du Jsaac, unfern frommen Ahn, Schon auf den blut'gen Altar hingestreckt, Gerettet plötzlich von dem Opfertod r,i , So kehrst du oft, an des Verderbens Rand, 4-