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Sulamith · 1817-01-01 · Heft 1 · p. Seite 50

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
5 (1817-1820)
Issue
Heft 1
Article
Der Siegelring des Salomo
Date
1817-01-01
Page
Seite 50 (sequence 11)
Language
German
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״Geliebter Water, eine schnelle Reise, Nach Wunsch des guten Königs unternommen, Beraubt des Abschieds mich, von Dir und Allem, Was sonst mir theuer ist in diesen Mauern. Die Reif ist kurz, von vier und zwanzig Stunden; Doch lauscht auf jedem Wege die Gefahr, Schützt Gottes Hand des Menschen Tritte nicht. Win ich bis Uebermorgen nicht zurück, ׳ Dann bring' ein Sühnungsopfer deinem Sohn, ' Und fromme Liebe wein' an meinem Grabe." Thamar wird, schon durch das Gerücht von Sunem's unvermuthetet, ihr durch keinen Wink mitgetheilte Reise, höchst unruhig. Diese Unruhe steigt aber zur grausen-- hasten Ahnung, als Sunem's Vater, Abinadab, zuähr und ihrem Vater hereintritt , , und ihnen gedachtes Brief-! chen mittheilt. Jetzt ergreift sie das Gefühl des Verlustes mit einer Bestimmtheit, welche keinem Zuflüstern dev Hoffnung, keiner' lautern Beruhigungsstimme der Vernunft, mehr Gehör giebt. Die nahe, schreckenvolle Zukunst steht in prophetischer Gegenwart vor ihr da, und ihr trauriges Vorgefühl bricht in folgenden Monolog aus: Zwei t er Au f 5 « g> Achter Auftritt. Tha m a r, Soll einen Sterblichen, mach Gottes Rath, Ein ungeheures Schicksal treffen : Dann wird in ihm ein neuer-Sinn erschlossen,!

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