Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte über Nutzen und Schaden einer aufgeklärten Erziehung
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 19)
- Language
- German
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Z2 - auch mit Blindheit; in־ :bü׳'•' Abgründ e - des' 'Aberglaichentz sichstürzen. Die Religion ist zwar aus; dem Gebiete einer hohem übersinnlichen: Welt in diese irdische > herabgestiegen^ aber indem sie herabkam.- ward auch sie den Gesetzen der Erscheinnngswelt,: d. lst den Gesetzen der Vernunft unterworfen und diese ist/ ihre höchste Richterinnl . Sie darf daher in allen den Fallen urtheile.n, wo religiöse Sätze sich als zum Gebiete der Erfahrungswelt:gehörig ankündigen, aber sie soll es mit Besonnenheit und derjenigen . Ehrfurcht thun , die sie dem Göttlichen schuldig ist, Sie soll nicht gleich kühn leugnen, was sieunicht zu begreifen vermag, sondern wohl bedenken, wie wenig sie noch in den Zusammenhang der Dinge eingedrungen ist, wie we^ nig/ sie die Kräfte, der Natur kennt, wie ganz falsch-ge-- wiß' ein System-ist, das Alles/׳aus den: Gesetzen, des Mechanismus erklären will und die Wirksamkeit höhererdem menschlichen Auge verborgener Kräfte-leugnet *). Vor allen Dingen söll/ sie streben, das Reich des Sittlichen und Guten zu vermehren uNd zu bereichern, Trug, Unredlich-!/ keit, Heuchelei -zu entfernen,- und/Kreue, Biedersinn,! Aufrichtigkeit iuihre. Rechte wieder einzusetzen. Desin im! Sittlichguten besteht auch.hauptsächlich die- Religion und wo ersteres fehlt, ist letztere nur Lästerung der Gottheit.: ' .(Der Beschluß folgt.) - *) Der Israelit'soll zwar, wie bekannt , seiner Neligiost gemäß, über dieselbe vernünftig /Und gehörig Nachdenken und durch, möglichste Er kenntniß seinen Glau-- ben an das Höhere, befestigen; jedoch sost das Nach- - denken nur mit diesem frommen-Sinn geschehen- und' , darf keineswegs M -IrreligiositätM-sürteM .