Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Meinem Volke am Anfange des Jahres 5577 der Schöpfung
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 3)
- Language
- German
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Völker staunen dich an/ wie sie mit Worten auch Feindlich gegen dich schmäh'n, doch sie bewundern dich; ' Denn du stehest, ein Denkmal Auf der Völker Verwesungs - Grab. D bewahre das Gut , das kein Tyrann dir raubt, Halt' am Glauben nur-fest, lasse den Zweifler nie Dich besiegen durch Worte, Die sein giftiges Herz gebar. Halt' zusammen, mein Volk! denn nur das Seelenband-. Ist, was nimmer verwest, was nicht des Bodens Art •■־ Aendert, nimmer der Wechsel Des gestaltenden Zeitenlaufs. Sei dem Lande, wo dir Freiheit des Lebens blüh't, Wo die Könige hoch achten das Menschen-Recht, Sey ihm treu, und erfülle, Was Gesetz und Gebot erheischt. Denn wo immer du wohnst, sei's auf dem Libanon, Dder im freundlichen Gau , in der Germanen Land, ׳ Nimmer bist du der Bande Los der Tugend und Rechtlichkeit. Aber zeige dem Land, wo du auch wohnen magst, Zeig' ihm, daß du sie liebst ärmerer Brüder Schaar: Wer den Bruder nicht liebet, Achtet nimmer des Fremden auch. Nimmer dünke dich groß , weil dich des Ew'gen Hand ' Durch die Zeiten geführt; jeglichen liebet er, Wer nur freudig und innig Wahrheit liebet und Redlichkeit.