Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Meinem Volke am Anfange des Jahres 5577 der Schöpfung
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 2)
- Language
- German
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Säg', wo sind sie nun hin, die dich in's Sklavenjoch , Einst gespannet? sag' wo leuchtet Egyptens Glanz t - Sie, die stolzen Phönicier, Babels Zwänger, wo Hausen sie? Alle hat sie gestürzt tief in Vergessenheit . ׳ Jener rächende Arm, der auch den Donner führt, Völker ruäh't er, wie Halmen, Leicht vom Boden der Erde weg. Du auch hast einst gefühlt Schrecken des Strafgerichts Deine Tempel , dem Land, wilden Tyrannen nur Dient es, wo sonst die Psalmen , , Lieblich tönten aus Davids Mund. Wie in Tropfen das Meer, wenn es ein Wirbelwind Dahin schleudert und dort in der Gewölke Reich, Also bist du zerstiebet, — Volk, weit über den Erdenball. Warum bist du zerstiebt über den Erdenball? Warum klagst du im Nord? warum in Afrika? Biele köstlicher Perlen, Führst du mit aus dem Meeresgrund. Denn du hast es bewahrt treulich das Glaubenswort. In der Zeiten Gedrang' schirmtest und nährtest du Jene heilige Flamme, Die dir Abram und Mose gab: Männer sanken durch's Schwerdt, Jüngling' und Frauen. auch; Doch die Ströme des Bluts löschten die Flamme, nicht, Ja sein heiliges Feuer Schützte selber des Ew'gen Schild.