Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Gedanken und Ansichten, die Israeliten betreffend
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 400 (sequence 9)
- Language
- German
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leider nur Wenigen zuTheil; so manche Israelitische Jüng. Jimu fallen, weder von eigenen Grundsätzen noch von Andern kräftig gebalten, dem Leichtsinn, dem Unglauben und der Eittenlosigkelt in die Arme. Ein trauriger Erfabrungsfatz! — Die Tochter, wenn deren geistige Bildung vernachläßigt worden tst,*) weiß von der Religion, zn der sie sich bekennt, fast nichts und wachst also ohne religiöse Bildung heran. Unbekannt mit den hohem Wahrheiten der Religion, die das Gemüth erheben; unbekannt mit ihren von der Religion geherligten Pflichten als Tochter, Gattin, Hausfrau und Mutter,**) bis jum Trauhimmel ausgeschlossen von aller Theilnahme amKulruS, *) Es gicbt in Betreff der Erziehung fowebldes männlichen als des weiblichen Geschlechts hier und da unter den Israeliten (besmders in Berlin und Defiau) allerdings löbliche Ausnahmen; aber auch mit: Ausnahmen! **) Mit den Pflichten des Ehestandes maä)t man die Braut unter dem Traubimmel bekannt, indem man ihr den Ehekontrakt in r a b b i rr i!" ch e r Sprache vorliest, welches ihr dann gerade so verständlich ist, als die ägyptischen Hicrogluphen. ***) D. Vers. ***) Wenn es einerseits gottlob im Allgemeinen gerade noch nicht so schlimm in diesem Betrachte aussieht als er der von Enthusiasmus erfüllte, edle uno gelehrte Herr Verfasser hier schildert: so ist es doch anderseits allerdings nicht zu laugnen, daß besonders die Trauung vieler Verbesserungen bedarf, worüber ich mich bereits im zten Hefte des , isten Jahrgangs der Sulamith ausführlich äußerte, triebe übrigens Sula׳ mitb Zlen Jahrgangs .gtes Heft Seite 294). Erfreulich ist es daher, daß die Herren Nabbitter Steinhardt zu Paderborn, Egers zu Braun schweig und Heilbrun zu Magdeburg hierin dergestalt mit einem guten Beispiele vorangehen, daß sie fortwährend die Trauurtgen in der S y n a g 0 g c angemessen, mit SSefei׳־