Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Rangstreit
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 375 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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375 II. Der Rangstreit. Es ist ein Heller Gedankt, der nicht immer in allen philosopbischen Köpfen zur völligen Reif« gediehen war; Tugend vereinigt sich recht gut mit ihrer jünger» Schwester Freude, und von ihrem Bruder Reichthum werden sie beide verpflegt und unte stützt. Nur muß sich dieser letztere nicht brüsten wollen, das Recht der Erstge« hurt für sein Gericht Hülsenkörncr an sich zu nehmen; er muß niemals verlangen, daß seine altere Schwester ihm dienen und seine jüngere Gnadenbrod bei ihm essen soll. Sie müssen einen schönen Verein bilden und die Tugend als ihre Herrin anerkennen. — An diese kleine Vorbereitung mag sich nun eine allegorische Erzählung anschließen, aus den Zcieen der gefeierten Helenen. Angeordnet war die hohe Feier der griechischen Spiele und verkündet der Gott geweihete Tag, und jeder eilte hinzu, um bei diesem ergötzenden Schauspiele den schön« sien, bestmöglichsten Platz zu behaupten. Der R e i ch t h u m trat zuerst hervor und forderte den ehrenvollsten Sitz, indem er schon di« meisten Anwe« senden für sich einzunehmen gesucht hatte. ״O Griechen, hob er mit gebietendem Tone an, o Griechen, was kann