Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Nichtigkeit der irdischen Güter
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 362 (sequence 2)
- Language
- German
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3 6z ״Alles ist rittl!" wenig Worte wahrlich, meine Freunde! aber von vielem, großem Gehalt. Drei arme Wörtlein, aber reicher Stoff für jeden, der nicht unbe« dacht und blindlings in der Welt leben und handeln, sondern über sich und über den Zweck seines Daseins nach« denken will — zum Nachdenken sich angetrieben fühlt. ״Alles ist eitel!" welch eine Behauptung! und aus welchem Munde ging diese Behauptung? aus welchem GeNe ist sie gekommen? das muß nvthwendig untersucht werken, muß uns von großer Wichtigkeit sein. Denn nicht nur auf die Lehre, auch auf den Lehrer müssen wir Hinsehen, der sie uns gab. Wenn jetzt ein Mann auftretcn möchte, der von allen Lebensgürern und Lebensfreuden gänzlich entblößt׳ der von seiner Kindheit an mit Nvth und Mangel kämpfen mußte; der niemals mehr besaß als Brod zum Essen und ein Gewand zum Bekleiden; wenn ein solcher Mann» sage ich, auftreten und euch dir Lehre zurufen wollte: Eitel« krit der Eitelkeiten, alles ist eitel! so würdet ihr das größte Recht haben, in die Worte des Moral« Verkünders, der über den Werth oder Unwerth einer Sacht spricht» die er gar nicht kennt, das gegründeteste Mißtrauen zu setzen, und er würde es uns nicht verargen können, wenn wir auf ihn mitleidig herabblickten und ihm zuriefen: ״Thöricht ist der Sprecher — wahnsinnig der Schwärmer!" *) Ader der, der uns die kehre giebt; aber der, in dessen Geiste ich sie euch zurufe, ist Salomo, einer, י.) רייא אייל, הנביא — משוגע איש דרוח,