Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Aus Berlin [Nachricht]
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 354 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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354 - schrieben hat; daß es aber besondere Sensation gemacht hatte, wie Eratkrnauers Büchlein, davon ist uns nicht das mind.ste bewußt. Dieß ist auch sehr natür. lich» indem darin nur eine Wiederholung alles Hessin ent» halten war, was schon so häufig über diesen Gegenstand gesagt und geschrieben worden ist. E! ist übrigens wohl gar tho'richt, sie deshalb zu verfolgen: weil einige von ihnen reich sind, richtig fpcfulircn und ihr Vermögen zu Rache halten. Wenn nun diejenigen hiesigen Juden, von wel« cheii man etwa sagen kann, daß sie kein Beispiel bürgeclicher Tugenden geben, morgen jnm christlichen Glauben übergingen, würden sie darum aufhören, reich zu se>n? —* würden sie darum aufhören, so zu sein, wie sie sich jetzt oft in Gesellschaft geben. Wir haben ja hier solche Ju» denfamilien, die zum (!hristenthum übergingen: geben sie sich anders, als sie sich früher gaben? Der Staat kann durchaus nichts weiter thun, als er gethan hat, indem er ihnen, gleich den übrigen Staatsbürgern, bürgerliche Lasten und bürgerliche Psiichten aufiadrt. Die eigentliche Quelle jener Darstellung im obenerwähnten Schreiben ist leider sehr trübe, und von derselben Art, als sie es 179; in Paris war, wo man alle diejenigen verfolgte, die >m Besitz des Geldes waren, und so wie man hier aus demselben Grunde die Juden jetzt verfolgen will, fängt man auch schon an, die französischen Kolonisten zu verfolgen, unter dem läppischen Vorwand«: daß sie Franzosen wären, ungeachtet diese unsere sehr achtbaren Mitbürger schon hundert und mehrere Jahre naturalisirt sind, und in diesem langen Zeitraum fortwährend in allen Gewerben, besonders in den Hähern, dem Staate wesentlich« Dienste