Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 273 (sequence 19)
- Language
- German
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wir nur kennen dürfen, um Gott die Ehre zu geben und feine Gerichte heilig uud gerecht zu finden. Welches Verhältniß des Rathes Gottes und' der An« schlüge der Menschen! Welche Uebereinstimmung bei allem Widerspruch! Wie wahr ist's, daß jeder frei ist und thun kann, was ihm gefallt, und daß doch nichts zu Stande kommt, als nur was Gott beschlossen hat: denn viel sind der Gedanken in dem Herzen des Men« schen, aber der Rathschluß Gottes allein besteht. Wie wahr ist's was der Talmud hierüber sagt:*) ״Alles wird (von Gott) vorher gesehen, und den« noch ist (dem Menschen) die Freiheit überlassen." Möge unser Wille nie ein anderer sein, als der Wille Gottes Mögen wir immer nur das wählen, was mit seinem hei« ligen Willen übereinstimmt und uns nur zu dem entschlie« ßen, was seiner weisen Absicht gemäß ist! Alsdann werden wir von unserer Freiheit den heilsamsten Gebrauch machen und Gott wird uns nach seinem Rathe leiten; alsdann werden wir stets seine Gnade immer mehr erkennen, unser Herz immer mehr veredlen und uns seiner Vatergütr im« mer würdiger machen. Amen'. ) Sprüche der Väter.