Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 270 (sequence 16)
- Language
- German
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270 gerade daS befördern, was er beschlossen hat? Allerdings kann es Anschläge geben, die in ihren Gründen so schandlich und in ihren Zwecken so verderblich sind, das sie mit dem Rache Gottes auf keine Weise in Uebereinsiimmung gebracht werben können; aber rechnet nur darauf, solche Anschläge werden vereitelt und Gott kann durch tausend Mittel ihre Ausführung unmöglich machen. Aber eben s» gewiß könnet ihr annrhmen, laßt Gott einen menschlichen Anschlag gelingen, sei er in seinem Ursprünge noch so schändlich, in seiner Ausführung noch so zerstörend, er muß dennoch befördern, was Gott beschlossen hat und eine Quelle des Segens werden. Würden wohl einzelne Menschen, so wie ganze Völker, so glücklich geworden sein als sie es wünschten, wenn man sie nicht angefeindet, nicht gezwungen hätte» alle ihre Kräfte aufzubieten und mehr zu leisten als sie außer dem gethan haben würben? Daß die Kräfte der Menschen geweckt, ihre Einsichten berichtiget, ihre Herzen gebessert, sie in Tugenden aller Art geübt, sie zum Gehorsam gegen die Wahrheit geleitet und die Mensch« heit zu neuen Stufen der Vollkommenheit emporgchoben werden, darauf kommt alles an. Und gerade die gefahr« lichsten Anschläge der Menschen sind es, was die größten Bewegungen stiften, wodurch die bessern Menschen zu den edelsten Anstrengungen genöthigt werden, was zwar Der« derben in der sichtbaren Welt, aber neues Leben und unanssprechliches Heil in der unsichtbaren sittlichen Welt verbreitet. Und wie oft müssen die Anschläge der Menschen, ohne es zu wollen, dem Rathc GotteS zur B r sch l e u n l g u n g dienen. Zu einem vierhundert jährigen Sklavendienstr wa-