Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Einige Worte über religiöse Reden und Predigten unter den Israeliten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 242 (sequence 2)
- Language
- German
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424 Es war eine Zeit, wo sich vorzüglich auch die Jfta« eilten der vortrefflichsten Volksredner zu erfreuen hatten, wo die von Gott begeisterten Propheten kraftvoll und hu» nachahmlich zum Volke sprachen, und es über dessen zeit« liches und ewiges Heil treu, aufrichtig und mit Wärme belehrten. Welcher würdige Israelit kennt wohl diese heilige n Männer nicht? welchem fühlenden Menschen ist wohl daS Andenken an diese himmlischen WahrheitSverkündiger nicht noch jetzt, von Ehrfurcht und Liebe durchdrungen, ehrwür« big und heilig? denn wo girbt es wohl eine die Mensch« heit beglückende Lehre, die nicht von Moses bis Malachai, von ihne!: gelehrt oder angcdeutet wurde? Bieten nicht ihre göttlichen Reden noch jetzt reichhaltigen Stoss und heil» bringenden, segcnreichrn Nutzen dar, und werden sie nicht ewiglich zur Beglückung des Menschengeschlechts dienen?^ *) Auch unfern christlichen Mitbrüdero sind sie von hoch« siem Nutzen und bieten ihnen vielen Stoff z» gehakt« reichen Predigten dar. Bemerkenswerth ist es unter an« dern t daß z. B. besonders bei Gelegenheit der Feiet Ser neuesten glorreichen Zeitbegebenheiten, für t« Kiv« chen im Deffauischen gewöhnlich Texte aus dem allen Testamente zu den Predigten gewählt und bestimmt wurden. Als die unvergeßliche, verewigte Kiniginn! uise von Preußen starb, und in allen Kirchen des Preiißi« scken Staats deshalbiae Predigten gehalten werden sollten, wählte die hohe geistliche Behörde z» Berlin die vortrefflichen Worte Jrsakas Kap. 55. V 8 — 9- (Den״ meine Gedanken sind nicht euer« Gedanken u. s. rix) zum allgemeinen Texte. E« giebt noch unzählige Bei« spiele dieser Art.