Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Geschichte der Israeliten in Wien und im Lande unter der Ens vom Jahre 1156 an bis in den gegenwärtigen Zeiten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 241 (sequence 25)
- Language
- German
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a4I fahr kaiserlicher Gelder in fremde Staaten auf das strengste untersagt Einige durch Rechtschaffenheit und Verträglichkeit vorzüglich ausgezeichnete Familien m Wien, die sich durch ihre Anhänglichkeit an den Fürsten und Staat, bereits rühmlich hervorgethan hatten, wurden unter besondern allerhöchsten Schutz genommen. Ihre Namen verdienen als die Stifter der heutigen gebildeten und veredelten jüdischen Religionsgenossen genannt zu werden. Es waren die Familien: Agila Arnsteiner, Jakob Eskeles, Samuel Leydersdorfer, Samuel und Simon Meyer, Perent, Gabriel, Marx und Moses Schlesinger, Sinz, heim er, Samuel Löw, Joseph Wertheimer u.s.w. (Der Beschluß folgt.) II. Einige Worte über religiöse Reden und Predigten unter den Israeliten. Religiöse Reden und Predigten» wenn fie gediegen und zweckmäßig sind, wenn sie nicht bloß des Geldlohns od r der hergebrachten Sitte wegen, kalt und trocken; sondern aus reiner, edler Absicht, mit Sachkenntniß, Kraft und Würde gehalten werden, und aus dem Gemülhe hervorgehen, sind unstreitig zur Erweckung und Belebung religiöser Tugenden und zur Beförderung guter Sitten höchst heilbringend und nothwendig. Die Erfahrung aller Zeiten hat dicß überall bewahrt.