Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Geschichte der Israeliten in Wien und im Lande unter der Ens vom Jahre 1156 an bis in den gegenwärtigen Zeiten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 15)
- Language
- German
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2Z l voch nicht ohne einigen Grund an dir genauen Vollziehung dieser Strafe zweifeln, da gerade unter der Negierung ih. res strengen Richters Albrecht V. nachmaligen Kaisers Albrecht >1, sie seine Kammerjuden waren. Unter Ladislaus hatte bald rin einziger Jude dir Verfolgung aller Juden veranlaßt; indem, wenn einer ge. fehlt hatte, man dessen Fehltritt sogleich der ganzen Ge» meinde zur Last legte. Er versuchte nämlich im Jahre 1464, gegen das Verbot der hoben Schule, wie auch der Kirchen- Versammlung in Wien, sich sein Drodverdienst als Arzt zu «rwerben. *) Allein seine schnelle Landesverweisung hattr die Folge, daß seine übrigen in Wien ansaßigen Glauhensbrüber unang fochten in ihrem Aufenthalte blieben. Unter den Streitigkeiten Kaiser Friederichs IV. und Albrecht IV. schloß man sie ganz von der Mitwirkung bei dem Münzenhundel aus, weil man mit ihnen nicht «migen Nachtheil verursachen wollte. Schlimmer gieng es ihnen unter dem Könige Mathias Korwin, der von ihnen von der Verschleppung der guten Münzen ins Ausland genau unterrichtet, und daher ihr Hauptfeind war. — Sie mußten als verdächtige Leute auf dessen ausdrücklichm Befehl im Jahre 148; nicht nur Wien, Klosterneuburg, Korneuburg; sondern auch alle umliegenden fernem *) S. die Akten der Universität von Wien. Bittschrift der hohen Schul« um die Abschaffung de» Jadrnarjte« in Wien, da Wien mit u christlichen hinlänglich versorgt ist. Die Bevölkerung Wiens hrlief sich zu dieser Zeit auf co,000 die heutige Bevölkerung zählt über 230,000 Seelen.