Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Geschichte der Israeliten in Wien und im Lande unter der Ens vom Jahre 1156 an bis in den gegenwärtigen Zeiten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 5)
- Language
- German
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221 und dafür gewiss« hestimmte Steuern entrichten. Aber sie hatten auch bei dem ersten Vergehen zu erwarten, ihre Schuldscheineausgethan und vernichtet, und sich selbst ans dem Lande verwiesen zu sehen*). Für alle die obcuerw'chnten Geschäfte genossen sie nun den Schutz ihres Leides» Guts und ihres Handels, auch gegen alle Verfolgungen, denen sie seit der Zerstörung ihres Tempels immer aller Orten ausgesetzt waren. Unter Friedrich l. Nachfolgern, den Herzogen von Babenberg, wurden die Juden wohlgr« halten. Sie hatten ihren Tempel (Bcth Haknrßrth) neben dem Fürstenhof in Klosterneuburg (heut zu Tage Schmied« Hof). Nach den heutigen Trümmern und Ueberbleibseln zu schließen, war dieser Tempel hoch mit Mosaik gewölbt, und mit vergoldeten Rosen geziert. Zur Absonderung der Männer von den Weibern, war er mit ausgemauerten Fenstern untergetheilt. In Wien mochten die Juden ihre ersten Sitze an der Wasserstraße auf dem Stapelplatze iw Werd, das ist: an dem Ufer gegen das Neuthor «nd die Roßau, als einen für sie vortheilhaften Pl >tz zum Handel, aufgeschlagen ha« den. Noch zeigt man in der Roßau ihren frühesten Todes« ackcr **) mit allen prächtigen Grabsteinen und Aufschriften. Auch führt eine Gasse um diesen Begräbnißplat; den Na׳ *) S. SrnktNbrrg Sei. Iuris et Hist, l. IV. j>. 1,4ע 272 ,271 ,246 ,95 ב, dann in Schrötters österr. Sraatsrechke. 4. Abhandl. S. 140 — 142. ") Man sagt, dast unter den stehende» Grabsteinen in der Tiefe noch viele mit Kiesel »nbWelsand überdeckt« gefun« ven wurden, woran!« die Juden, da man vorzüglich auch alte