Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 15)
- Language
- German
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;16 ^־־״־־~ nicht wähnen, alle Mittel und Versucht gegen dieses bewohn« heitüübel seien nunmehr vergebens und ohne guten Erfolg. Nein, jeder, wer Beruf und Kraft dazu in sich fühlt, sollte vielmehr so oft und so muthig diesen schrecklichen Mißbrauch rügen, bis es ihm endlich gelingt and gelingen muß, das vorgestecktt gute Ziel, wenigstens einigermaßen, zu erreichen! — Wie, sollten denn die vielen rinsichksvol« len» ächtfrommen Männer in Israel nicht endlich, bcson« ders hierdurch neuerdings darauf aufmerksam gemacht, dem fürchterlichen Uebel steuern wollen und können? Ja ge« wiß — wir hoffen und vertrauen es — es wird geschehen; und nicht unbeherzigt werden also bleiben jene gemüthlichen Worte und humanen Schritte der Freunde der Menschheit! — Freilich dürfte im Allgemeinen der Erfolg nicht so geschwind und so vollkommen Statt haben als es jeder Menschenfreund wünscht, — d׳nn wer weiß es wohl nicht, wie schwer es hält, verjährte Vorurtheile des Volkes zu verbannen und unschädlich zu machen — allein die Zeit wird einst gewiß auch hicrin schöne Resultate der mehrjäh« rigen Bemühungen herbei führen, wie sie bereits so man« ches Heilsame, besonders auch im Hause Jakob, seit eint• gen Drcennien gleichsam wunderbar hervorgebracht hat. Man glaube indeß nicht, daß nur die Israeliten allein an Uebiln obiger Art leiden und laberiren. Unfern christliehen Mitbrüdern, denen doch zugleich ganz andere und sichere Mittel zur Erreichung heilsamer Zwecke zu Gebote stehen, ging und geht es oft — zu unserm Tröste sei cs ge« sagt, — nicht viel besser als uns, und selbst in Ansehung der Beerdigungsart ihrer Tobten erhoben sich noch in den M 2