Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zwei Anreden an die Schüler der Bürgerschule der israelitischen Gemeinden zu Frankfurt a. M., in den bestimmten Andachtstunden
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 10)
- Language
- German
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IZ3 unbelohnr. Der Segen Gottes folgte ihm auf dem Fuße; der Herr ließ seine Unternehmungen gedeihen, fein Haabe und sein Ansrhn vermehrten sich, seine Heerde» wurden zahlreich. Aber weit entferne, sich von dem Zuflüsse der zeitlichen Glücksgüter zum Stolze, zum Neide und zur Habsucht hinreißen zu lassen, gnbt er uns vielmehr ein großes Bei« spiel von Nachgiebigkeit, Verträglichkeit und Bescheidenheit. Die Leute seines Brudersohns Loth, der, wie die heilige Schrift sich ausdrückt, auch um des Abrahams willen an Heerden, großen und kleinen Viehes gesegnet wurde, zeigten sich habsüchtig und unverträglich; und Abraham gab ihm dir besten Worte, bat ihn freundschast. lichst, sich von ihm zu trennen» damit Friede und Ein. tracht erhalten werde, und damit auch seine Leute nicht von bösen Beispielen zur Sittenlosigkeit hingerissen werden: ״O mein Lieber, — sprach er zu ihm —" laß doch keine Streitigkeiten sein zwischen mir und dir, zwi. scheu deinen und meinen Leuten, wir sind ja nahe Der« wandten! Du hast ja das ganze Land vor dir, wähle dir nur den besten Theil» ich will mich gern nach dir richten, nach deiner getroffenen Wahl mich willig beque« men; willst du zur Linken, so werde ich zur Rechten, willst du aber zur Rechten, so werde ich zur Linken.*> Wie nützlich und lehrreich kann euch dieses Beispiel sein, m. 8.» wenn ihr es nur recht beherzigen und dar. nach thun wollt! Befleißigt euch stets, 1. K., diesem gros» sen und schonen Deisviele willig nachzuahmen. Sollten