Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zwei Anreden an die Schüler der Bürgerschule der israelitischen Gemeinden zu Frankfurt a. M., in den bestimmten Andachtstunden
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 9)
- Language
- German
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121 größte *Muster der wahren Tugend und der achten Got« ttösurcht aufgestellt zu werden. Dazu fordert uns auch der Prophet Jesaias auf, indem er uns im Zlsten Kap. W. rr — mit den Worten juruft r Hört mir zu, die ihr nach Tugend strebet, und den Ewigen suchet! Blicket auf jenen Fels, aus dem ihr gehauen, schauet nach dem Born, auS dem ihr gegraben seid! Blicket auf Abraham euern Ahnherrn, auf S a« rah hin, die euch geboren. Einzeln war er, als ich ihn berief, ich aber segnete ihn, und machte ihn zahl« reich. In der Tbat m. L.! liefert uns die Geschichte dieses großen Mann o eine Menge Beispiele von seltner hoher Tugend, von emem sich immer gleichbleibenden Golk er« gevmeii cinn und Wandel, der nur die Frucht und Wir« kue.g eines reinen, ächrreligiosen Gefühls sein konnte, das in dem jungen Manschen hauprsachl ch geweckt und ge« nährt werden muß, wenn ihm der Weg zu seinem wahren Glücke w,rk«>ch gezeigt werden soll. In seinem Vaterlande hatte Abraham mit Irrlehren und Aberglauben aller Art zu kämpfen. Glaubend folgte er dem Rufe seines Gottes, indem er alles, was ihm theuer, lieb und werth sein mußte, seine Bekannten, Freunde und Verwandten verlassend, in einem frem« den Lande herumirrte, um sich desto ungestörter und mit ungecheiltem Herzen der weisen Führung seines Gottes zu überlassen, dem er von ganzer Seele anhing. Eine so auSgezeichnrte Frömmigkeit blieb auch nicht IV. Jahr». II. Band 3